Alkoholkonsum




Alkohol ist in unserer Gesellschaft bei vielen Anlässen nicht wegzudenken: So trinken wir bei Feiern und Festen, im Beisammensein mit Freunden, zum Essen oder zur Entspannung nach einem langen Tag.

Die Dosis macht das Gift: Grundsätzlich ist gegen Alkoholkonsum nichts einzuwenden. In geringen Mengen schadet er dem Körper eines gesunden Menschen kaum. Nicht ganz so verbreitet wie der Alkohol selbst ist das Wissen über seine Gefahren für unsere Gesundheit. Alkohol ist ein Gift, das aufgrund seiner Wasserlöslichkeit in jede Zelle unseres Körpers dringt.

Risikoarmer Konsum: Die schädigende Wirkung hängt dabei sehr von der Dosis ab. In bestimmten Mengen wird Alkohol als gesundheitsverträglich betrachtet:
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Die empfohlene gesundheitsverträgliche Menge liegt bei 20-24 g Alkohol pro Tag bei Männern (ca. 2 Bier à 0,33 l), wenn auch 2-3 alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden
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Für Frauen liegt die empfohlene gesundheitsverträgliche Menge bei 10-12 g Alkohol pro Tag (ca. 1 Wein à 0,1l), wobei auch 2-3 alkoholfreie Tage pro Woche eingehalten werden sollten.

Körperliche Gefahren: Ausgehend von diesen Grenzwerten zeigt sich, dass ca. 15 Millionen Menschen in Deutschland einen überhöhten Alkoholkonsum aufweisen. PictureAlkohol stellt aufgrund seiner Wasserlöslichkeit ein Zellgift dar, das in jedes Organ und jede Zelle des Körpers dringt. Alkohol stellt bei dieser Personengruppe einen Risikofaktor für Organ-, Krebs- und Herzmuskelerkrankungen, sowie für Schädigungen des Gehirns und des peripheren Nervensystems dar.

Weiterhin entstehen bei der Verstoffwechselung von Alkohol Zwischenprodukte, die als krebserregend gelten. Besonders häufig sind Tumore im Verdauungstrakt (Speiseröhre, Mundhöhle und Rachenraum), an der Leber und im Dickdarm/ Enddarm sowie bei Frauen in der Brust.

Soziale Folgen: Daneben hat übermäßiger Alkoholkonsum auch Auswirkungen auf unser soziales Umfeld: In geringen Mengen wirkt er stimmungsaufhellend und anregend.Picture Sobald man mehr als die empfohlene Menge trinkt fühlt die Person sich berauscht und ist in seinem Reaktionsvermögen eingeschränkt (besonders problematisch im Straßenverkehr). Darüber hinaus lassen Sehleistung, Sprachfähigkeit, Urteilsvermögen und Konzentration nach, bevor schließlich die Wahrnehmung, der Gleichgewichtssinn und die Kontrolle über den eigenen Körper nur noch eingeschränkt möglich sind. Dieses starke berauscht sein empfinden viele Menschen als unangenehm. Menschen, die viel Alkohol trinken werden daher häufig gemieden und es kommt nicht selten zu sozialer Isolation.

In Deutschland zeigt sich eine gute Versorgungsstruktur für Drogenberatungseinrichtungen und Selbsthilfegruppen. Diese werden jedoch in erster Linie von alkoholkranken bzw. -abhängigen Menschen aufgesucht, nicht von Personen mit problematischem Trinkverhalten. Unser Online-Programm "Clever weniger Trinken" verfolgt daher das Ziel Menschen präventiv bei Ihrem Vorhaben zu unterstützen, das eigene Trinkverhalten in Richtung gesundheitsverträglichen Konsum zu ändern. Je früher damit begonnen wird den eigenen Alkoholkonsum zu reduzieren, desto einfacher fällt es.